Volatile Aktien bringen den Schub
Montag, 30. April 2007 || Autor: Edda Vogt
Auch in dieser Woche waren es eher die risikobehafteten Aktientitel, die die Wochengewinner aufs Podest, bzw. zum Parkettstückchen gebracht haben.
Bei den konservativen Depots hat Mitspieler Schnauezel eine Wochenperformance von 12.012,64 Euro hingelegt. Und zwar mit länger bestehenden Positionen. Die eine ist ein schweizerisches Unternehmen, das sich mit Entsorgung von Haus- und Industriemüll befasst. Das andere Engagement besteht in der Aktie einer südafrikanischen Kerzenfabrik. Beide Werte sind in den Open Market einbezogen. Das heißt, sie werden nicht in einem EU-regulierten Markt gehandelt. Es gelten dort nicht die Zulassungs- und Zulassungsfolgepflichten der anderen Märkte. Oder anders ausgedrückt: Weniger Transparenz machen Investments riskanter.
In der Kategorie der spekulativen Depots hat es warrenbuffet mit zwei Positionen zu dem erklecklichen Zuwachs von 28.475,00 Euro gebracht. Dies schaffte der Mitspieler vor allem mit zwei Aktienpositionen. Die eine ist ein Medientitel, der um die 20 Cent pendelt und in den einschlägigen Foren kreuz und quer dieskutiert wird. News kann ich zum Unternehmen keine finden. Die zweite ist ein kanadischer Nickel-Explorer mit einem Preis in ähnlichen Cent-Regionen wie das Medienunternehmen. Und einem realen Umsatz von knapp 6.000 Euro seit Januar.
Warrenbuffet, wir gratulieren Ihnen zu Ihrem Gewinn, aber zwei Bemerkungen an die jenigen Mitspielerinnen und Mitspieler, die vor allem Börse ausprobieren wollen. Denken Sie bitte immer an die Liquidität, deren Mangel wir im Spiel (noch?) nicht simulieren können. In Echt sollte warrenbuffet erhebliche Probleme haben, den Explorer zu verkaufen. Das ist besonders in Zeiten mit großen Kursverlusten fatal. “Rauskommen aus einer Position” heißt das in der Fachsprache. Deshalb befasst sich auch einer der nächsten Wissensbeiträge mit dem Thema ‘Liquidität’. Der zweite Hinweis: Mit einer vernünftigen Portfoliostruktur hat das auch nichts zu tun. Letzteres wird uns auch in den nächsten Wochen thematisch beschäftigen.
[...] Börsenspiel entstehen Arbitrage-Chancen dadurch, dass wir Liquidität nicht simulieren können. Und so werden Orders ausgeführt, die im echten Leben keine Gegenseite hätten. Weshalb wir ja [...]